Dr. Simone Strohmayr, MdL - Karrierechancen: Frauen werden zu oft ausgebremst!
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Karrierechancen: Frauen werden zu oft ausgebremst!

Dr. Simone Strohmayr, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, und Luise Klemens, Landesbezirksleiterin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Bayern, teilen mit:

 

Karrierechancen: Frauen werden zu oft ausgebremst
Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Simone Strohmayr und Bayerns ver.di-Chefin Luise Klemens setzen Zeichen für die Gleichstellung

Gleiche Karrierechancen bei gleicher Qualifizierung: Das wünschen sich engagierte Frauen schon seit langem. Großes Aufsehen hat daher der Vorstoß der Deutschen Telekom erregt, mittels betriebsinterner Frauenquote bis Ende 2015 bereits 30 Prozent der mittleren und oberen Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Medienberichte lassen aber inzwischen erahnen, dass der Konzern vermutlich nur wenig Nachahmer finden wird. Zahlreiche Stimmen aus Politik und Wirtschaft lehnen nach wie vor eine Frauenquote ab.
Nicht so die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr. Sie sagt: „Ich halte die Quote für unabdingbar, da in Bayern Führungspositionen männlich dominiert sind und eine freiwillige Selbstverpflichtung der Arbeitgeber meist im Sande verläuft. Frauen werden zu oft ausge-bremst.“ Zugleich stellt die Parlamentarierin klar, dass allein die Qualifikation, die bei Frauen oftmals sogar höher sei als bei Männern, den Ausschlag zur Einstellung beziehungsweise zur Beförderung bilden solle. „Viele scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, dass es weder um einen peinlichen Frauenbonus geht, noch darum, Frauen auf eine Quote zu reduzieren“, so Strohmayr weiter.
„Wir brauchen kurzfristig die Quote auf dem Weg zu einer modernen und gleichberechtigten Gesell-schaft“, meint auch Bayerns ver.di-Chefin Luise Klemens: „Manchmal muss man die Menschen eben auch zu ihrem Glück zwingen.“ Wenn sich die gerechte Geschlechterverteilung durchgesetzt habe, könne man ja über den Fortbestand einer Quotenregelung wieder debattieren.
Bereits im März hatte Strohmayr einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes eingereicht. Damit soll erreicht werden, dass im öffentlichen Dienst in Bayern wie in anderen Bundesländern auch (z. B. Rheinland-Pfalz, Nordrheinwestphalen, Niedersachsen), bei gleicher Eignung Frauen bevorzugt in den Bereichen eingestellt werden, in denen sie un-terrepräsentiert sind. Das sind vor allen Dingen Leitungspositionen. Der Gesetzesentwurf steht in den nächsten Wochen zur Beratung im Bayerischen Landtag an.

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