Dr. Simone Strohmayr, MdL - Arbeitgeber sollen häusliche Gewalt ächten
Simone Strohmayr > für eine lebendige Zukunft

[zurück]

Arbeitgeber sollen häusliche Gewalt ächten

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Dr. Simone Strohmayr schlägt freiwillige Selbstverpflichtung von Betrieben vor

 

Gewalt an Frauen zieht sich durch alle Schichten, sie betrifft Arm und Reich, Deutsche ebenso wie Menschen mit Migrationshintergrund, einfache Arbeitnehmer genauso wie Führungskräfte. Und Gewalt tritt in unterschiedlichsten Formen auf: Es kann sich dabei um körperliche Attacken handeln. Aber auch verbale Demütigungen, Kontrolle und soziale Isolation durch den Partner sind als Gewalt zu werten. In Deutschland hat mehr als jede vierte Frau ein- oder mehrmals körperliche oder sexuelle Übergriffe durch einen Beziehungspartner erlebt.

Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr, will das Tabu der Gewalt gegen Frauen brechen. „Bei einer Anhörung im Landtag haben wir festgestellt, dass Frauen aus Scham fast nie über Gewalt sprechen. Schweigen schützt aber die Täter.“ Strohmayr appelliert daher anlässlich des Welttags gegen Gewalt an Frauen, Gewalt gegen Frauen zu ächten. So könnten zum Beispiel Arbeitgeber einen offen Umgang mit dem Thema unterstützen. „Arbeitgeber sollten die Augen aufhalten und es ansprechen, wenn sie Auffälligkeiten feststellen“, so die schwäbische Abgeordnete. Mitarbeiter, beispielsweise Betriebsräte, könnten entsprechend geschult auf betroffene Frauen zugehen, ihnen helfen und sie an Beratungseinrichtungen weiterleiten.

Strohmayr fordert die Arbeitgeber in Bayern dazu auf, eine freiwillige Selbstverpflichtung gegen häusliche Gewalt zu vereinbaren, um den Betroffenen Mut zu machen. Erfahrungen aus Großbritannien haben gezeigt, dass Mitarbeiterinnen in Unternehmen mit einer solchen Vereinbarung eher bereit sind, sich zu offenbaren. Strohmayr unterstützt damit eine Initiative von Terre des Femmes.

Freiwillige Selbstverpflichtung sieht so aus: klare Positionierung des Betriebs nach innen und nach außen gegen häusliche Gewalt, Bereitstellung von Informationsmaterialien, Bereitstellung einer Ansprechperson im Betrieb. Mitarbeiter sollen darüber hinaus lernen, welche Anzeichen auf häusliche Gewalt hindeuten können: hochgeschlossene Kleidung auch im Sommer, Schrammen im Gesicht und an den Händen oder gar blaue Flecken, sozialer Rückzug von den Kollegen, häufige Krankheitsausfälle, häufiges Zuspätkommen, Konzentrationsschwächen, geringe Motivation oder ineffektive Arbeitsweise und vieles andere mehr.

[zurück]

Newsletter

E-Mail:

Terminvorschau

19.05.2012 | 19:00

Festabend der Parntestädte im Bürgersaal

[weitere Termine]
Gemeinschaftsschule

Landtags-Web-TV

Rede vom 29.11.2011 zum Thema "Frauenarmut effektiv bekämpfen"

[zum Video]

Aktuell

[mehr]