Dr. Simone Strohmayr, MdL - Inklusion muss in die Köpfe vordringen
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Inklusion muss in die Köpfe vordringen

Kinderkommission im Bayerischen Landtag setzt sich überparteilich für bessere Lebensverhältnisse von Kindern in Bayern ein

 

Die Kinderkommission des Bayerischen Landtags hat unlängst einjähriges Bestehen gefeiert. Das überparteiliche Gremium konstituierte sich am 24. November 2009 mit der Zielsetzung, den Anliegen von Kindern und Jugendlichen im Freistaat ein Gehör zu verschaffen. Derzeit verfügt kein anderes Landesparlament über ein Organ in dieser Form. Nur auf Bundesebene gibt es ein vergleichbares Gremium. In 17 Sitzungen, die oft auch außer Haus stattfanden, um sich vor Ort ein genaues Bild machen zu können, hat die Kinderkommission des Bayerischen Landtags Themen wie frühkindliche Bildung, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die Verlängerung der Hebammen-Hilfe von acht Wochen auf sechs Monate, Kinderschutz sowie flexible Grundschule angesprochen.

Die aktuelle Vorsitzende Dr. Simone Strohmayr (SPD) zeigt sich besonders beeindruckt von einem Termin an der Universität Augsburg mit Vertretern des Forums für inklusive Strukturen an Schulen in der Region (FISS). Unter der fachlichen Leitung von Dr. Pius Thoma und Dr. Cornelia Rehle wird dort seit vielen Jahren zum Thema „Inklusion“ geforscht. Das Projekt des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik versteht sich dabei als Vermittler zwischen Eltern, Schulen, Politikern, den Schulämtern und der Wissenschaft und vertritt die Grundidee der „Schule für alle“. Während des Gesprächs berichtete der Vater eines achtjährigen Kindes mit Down-Syndrom von den vielen Hürden, die es auf der Suche nach einer inklusionsbereiten Grundschule zu nehmen gilt. Durch die Unterstützung durch FISS und ELWELA, einer Elterninitiative für die Integration von behinderten Kindern in Regelschulen, wurde schließlich eine solche Schule gefunden.

Dazu Strohmayr: „Inklusion muss mehr sein als eine Willensbekundung. Inklusion muss endlich in die Köpfe vordringen und dann entsprechend realisiert werden. Ich freue mich, dass sich die Universität Augsburg hierfür stark macht.“ Bei der Umsetzung, so die Vorsitzende weiter, müssten die Rahmenbedingungen für die Kinder verbessert werden, wobei das Know-how bestehender Fördereinrichtungen zu nutzen und in die inklusiven Konzepte einzubinden sei. Die Kinderkommission arbeitet derzeit an einer Beschlussfassung darüber, wie eine flächende-ckende, unabhängige Schulberatung der Eltern von Kindern mit Behinderung in Bayern zu erreichen ist.

Dies ist nur ein Beispiel, wie die Kinderkommission des Bayerischen Landtags arbeitet. „Wir halten die Augen offen und nehmen die Hinweise von Eltern, von den Kindern selbst oder von Verbänden, Organisationen und Einrichtungen, die sich mit Anliegen von Kindern und Jugendlichen beschäftigen, ernst. Ich hoffe, dass es uns auf diese Weise gelingt, das Leben von Kindern in Bayern, das keineswegs immer rosig ist, zu verbessern“, fasst Strohmayr zusammen.

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