Dr. Simone Strohmayr, MdL - Kinderkommission geht in die dritte Runde
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Kinderkommission geht in die dritte Runde

SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr gibt Vorsitz der Kinderkommission ab und zieht positive Bilanz

 

„Wir haben uns als interfraktionelles Gremium zwar nicht immer leicht getan, Entschei-dungen zu fällen, bei großen Themen ist jedoch die Konsensfindung stets gelungen.“ Mit diesen Worten kommentierte die Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr ihren Eindruck von der Kinderkommission unter ihrem Vorsitz und zieht insgesamt eine positive Bilanz. Die SPD-Politikerin bedankte sich bei Ihren Kolleginnen für die tolle Zusammenarbeit, die im zweiten Turnus der Kinderkommission die inhaltliche Arbeit weitestgehend erleichterte. „Wir mussten uns alle mit dieser Art der Zusammenarbeit zunächst auseinandersetzen, denn als Mitglied des Bayerischen Landtags war man es bislang nicht wirklich gewohnt, auf Einstimmigkeit hinzuarbeiten“, so Strohmayr.

Unter Strohmayrs Leitung hatte sich die Kommission insbesondere mit dem Thema Inklusion von behinderten Kindern an Schulen sowie mit der Problematik von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen auseinandergesetzt. Hierfür wurden zahlreiche öffentliche Termine wahrgenommen und Fachgespräche geführt. Strohmayr setzt sich unter anderem für eine „gestützte“ Kommunikation für Menschen mit Behinderungen ein. Zudem fordert sie, in allen Regierungsbezirken, Beratungsstellen zur Inklusion für betroffene Eltern und Kinder einzurichten.
Auf den Beschluss zu diesem Thema, der sogar weiter geht als der Gesetzesentwurf des interfraktionellen Arbeitskreises zur Inklusion im Bayerischen Landtag, ist Strohmayr besonders stolz. Deshalb soll dieser dem Arbeitskreis noch einmal zukom-men, mit der Bitte um Berücksichtigung
Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge verlangt die Kinderkommission von der Staatsregierung die Möglichkeit der unverzüglichen Teilnahme an schulischen Angeboten, um der Schulpflicht nachzukommen.

Insgesamt hat die Kinderkommission im zweiten Turnus neun Sitzungen durchgeführt, davon zwei Einrichtungsbesuche und vier Fachgespräche. Daraus resultierten drei Be-schlüsse zu den Themen „Inklusion an Schulen“, „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ und „Eltern-Kind-Entfremdung“, letzerer entstand aus einem Fachgespräch, das in Fachkreisen und Medien große Wellen geschlagen hat. Der Beschluss der Kinderkommission fordert, dass bei Scheidungsverfahren interdisziplinäre Inhalte stärker in den Mittelpunkt rücken sowie eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Vermittlung dieser Inhalte befasst, eingerichtet durch Justiz- und Sozialministerium.

Geplant wurden zudem die Beteiligung am Kinderparlament des Bayerischen Landtags am 15. Juli sowie ein Informationsbesuch bei der Kinderkommission des Bundestages in Berlin im Juni.

Strohmayr übergab in der Sitzung am 17. Mai schließlich den Vorsitz an Eva Gottstein von den Freien Wählern, die den dritten Turnus der Kiko Bayern leiten wird. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Claudia Stamm (Grüne) gewählt.

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