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Strohmayr fordert verstärkte Sprachförderung
Nur zehn von 190 Kindergärten im Kreis sind dabei, kritisiert die SPD-Politikerin
Landkreis Augsburg Die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr (Stadtbergen) äußert sich kritisch zu der Bundes-offensive „Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration“, die wie berichtet auch im Landkreis zum Tragen kommt. Beim genauen Hinsehen falle auf, dass im Augsburger Land nur zehn von etwa 190 Einrichtungen in den Genuss kommen würden. Das ist nach Meinung von Strohmayr ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Bedarf sei viel größer.
Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien bräuchten das Betreuungs- und Bildungsangebot. Bereits mehr als jedes vierte Kind in Deutschland zwischen sechs und 18 Jahren erhielt schon einmal eine Sprachtherapie, das ergab eine Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse. „Im Austausch mit vielen Lehrern und Eltern bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass alle Kinder – egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund – vom ersten Tag an eine Spracherziehung im Kindergarten bekommen sollten, und dies dauerhaft und nicht nur punktuell.“
Bedauerlicherweise habe die Bayerische Staatsregierung in diesem Bereich auch noch die eigenen Mittel zurückgefahren, so Strohmayr. Mit den inzwischen weggefallenen Landesmitteln waren so genannte Sprachberater bezahlt worden, die den Erzieherinnen zeigten, wie sie die Sprachkompetenz ihrer Schützlinge gezielt fördern können. Doch letztlich hat auch dieses Angebot zu wenig Menschen erreicht. Gerade einmal 1800 Einrichtungen in Bayern haben von den Sprachberatern profitiert.
Trotz alledem appelliert die Politikerin an alle Kindertagesstätten im Landkreis Augsburg, an der Interessenbekundung teilzunehmen, um zu erfahren, ob die jeweilige Einrichtung über den Bund gefördert werden kann. Denn: „Man muss das wenige Geld nicht auch noch verschenken!“ (AL)
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