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Vor allem Realschüler sitzen dicht an dicht
Vor allem die Klassen aus den Realschulen und Gymnasien im Landkreis platzen aus allen Nähten.
Jedes Kind solle eine Chance auf gute Bildung haben und jedes Kind solle in und nach seiner Leistungsfähigkeit gefördert werden. „Wir brauchen mehr Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem“, fordert Strohmayr.
Um „gute Bildung“ vermitteln zu können, dürfen, laut Strohmayr, die Klassen nicht zu groß sein. In einer schriftlichen Anfrage wollte sie von Kultusminister Siegfried Schneider wissen, in wie viele Klassen im Landkreis Augsburg mehr als 25 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Die Auswertung der vorläufigen „Amtlichen Schuldaten 2007/2008“ zeigte, dass vor allem die Realschulen und die Gymnasien von großen Klassen betroffen sind. So gibt es beispielsweise an Dr. Max-Josef-Metzger Realschule in Meitingen 29 Klassen mit zwischen 26 und 34 Schülern. Ähnlich die Lage an der Leonhard-Wagner-Realschule in Schwabmünchen. In 32 Klassen sitzen dort zwischen 27 und 33 Schüler. Auch an der Realschule in Zusmarshausen sind bis zu 34 Schüler in einer Klasse. In Bobingen, Neusäß und Königsbrunn gibt es ebenfalls sehr große Klassen.
Am Gymnasium in Königsbrunn sitzen in 34 Klassen mehr als 26 Schüler zusammen. In Neusäß gibt es am Justus-von-Liebig- Gymnasium 27 Klassen mit eine Schülerzahl zwischen 26 und 33. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf den gesamten Klassenverband.
„In derartig großen Klassen ist, aus meiner Sicht, ein vernünftiges Arbeiten und ein effizientes Lernen nicht mehr möglich“, so Strohmayr. Um die angespannte Situation an einigen Schulen im Landkreis etwas zu lockern, fordert Strohmayr, den Einsatz von mehr Lehrkräften an bayerischen Schulen. Dass in punkto Reduzierung der großen Klassen Handlungsbedarf besteht, räumte auch Kultusminister Schneider ein. In seinem Schreiben an die Abgeordnete teilte er mit, dass in den kommenden zwei Jahren geplant sei, Klassen mit 34 Schülern weitgehend abzubauen. Das ist aber zu spät, so Strohmayr. Kinder dürfen nicht Leidtragende einer verfehlten Bildungspolitik sein.
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