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Chancengleichheit statt Frauenarmut
Sozialpolitikerin Strohmayr will bessere Beschäftigungsbedingungen für Frauen - Anträge heute im Sozialausschuss
Zwei Jahre lang erforschten Wissenschaftler im Rahmen einer Studie über gleiche Chancen für Frauen und Männer im Auftrag des bayerischen Sozialministeriums, was spätestens seit dem Sozialbericht schon mehr als deutlich wurde: Frauen verdienen in Bayern schlechter als Männer, vor allem im ländlichen Raum. Deswegen fordert die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Simone Strohmayr mit fünf Anträgen, die heute dem Sozialausschuss vorliegen, konkrete Maßnahmen gegen Frauenarmut, wie die Einführung des Mindestlohns, die verstärkte Wohnraumförderung und die Schaffung eines Notfallnetzwerkes, gerade für Alleinerziehende. (Drucksachen 6/8509-8513) "Es ist zwar ganz nett, mal in bunten Farben zu sehen, dass Frauen in Bayern weitaus weniger verdienen, aber weiterhelfen können ihnen nur konkrete Maßnahmen wie die von uns geforderten", betonte die SPD-Landtagsabgeordnete.
Über die Mitte September veröffentlichte Studie "Warum Frauen nicht arbeiten können und Männer das Geld verdienen" und die damit verbundene Verschwendung von Steuermitteln ist die Politikerin dagegen eher verwundert. "Das Geld, das in diese langfristige und damit sicher auch teure Studie investiert wurde, hätte die Staatsregierung auch schon zur Bekämpfung der Frauenarmut verwenden können, die schon lange durch andere Studien erwiesen war."
Denn die Probleme sind oft gravierend. Weitaus mehr Frauen als Männer haben ein monatliches Grundeinkommen unter 500 Euro. In den meisten bayerischen Regionen liegen über 20 Prozent der Frauen in dieser Verdienstklasse, während es bei den Männern nur 10 Prozent sind. Umgekehrt verdienen die meisten Männer, nämlich über 60 Prozent, mehr als 1500 Euro monatlich, der Anteil der Frauen mit diesem Einkommen liegt vielerorts bei unter 20 Prozent. "Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die aktuelle Lebenssituationen, sondern auch auf die späteren Rentenbezüge, denn auch dann sind die Frauen eindeutig die Verlierer", so Strohmayr.
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