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Inklusion: Ohne Fachpersonal nicht möglich
Strohmayr fordert mobile Reserve für mobilen sonderpädagogischen Dienst. Bildungsausschuss verschiebt das Problem des Fachkräftemangels auf kommende Haushalte.
Gemeinsames Unterrichten von Kindern mit und ohne Behinderung – seit dem Schuljahr 2011/2012 ist dies in Bayern verbindliche Aufgabe aller Schulen und Schularten.
Doch leider fehlt für Inklusion häufig das Fachpersonal. Eine Petition, die von Vertretern der Theresia-Gerhardinger-Grundschule in Friedberg eingebracht und von der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr begleitet wurde, hat zu Recht auf dieses Manko hingewiesen. Derzeit stehen der Schule für 13 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf nur sechs Stunden des mobilen sonderpädagogischen Dienstes (MSD), der die Regelschulen bei der Inklusion unterstützen soll, zur Verfügung.
Diese MSD-Stunden werden aber abgezogen, wenn an der Förderschule Lehrer wegen Krankheit oder Schwangerschaft ausfallen. Über dieses Vorgehen hatte sich die Friedberger Grundschule beschwert. In einer Stellungnahme des Kultusministeriums heißt es lediglich: „Die Verteilung der Kapazitäten des mobilen sonderpädagogischen Dienstes werden nach Bedarfslage und den zur Verfügung stehenden Ressourcen für das Schuljahr 2012/2013 neu geregelt. Für die Förderschulen (und damit den MSD) sieht der Entwurf des Nachtragshaushalts 2012 eine deutliche Personalverstärkung vor.“
Strohmayr hingegen betrachtet sechs MSD-Stunden als ohnehin viel zu knapp und fordert eine mobile Reserve für den MSD. Der Bildungsausschuss, dem die Politikerin angehört, hat das Problem indes auf kommende Haushalte verschoben.
Strohmayr ist angesichts dieser Haltung fassungslos: „Es ist einfach schlimm zu sehen, wie der Inklusionsgedanke kaputt gemacht wird. Engagierte Lehrer werden vor den Kopf geschlagen, indem man ihnen kein fachkundiges Personal zur Verfügung stellt. Ohne Ausbildung und ohne zusätzliche Förderstunden durch kompetentes Fachpersonal ist Inklusion nicht zu schaffen.“ Die Abgeordnete wird nach eigenen Aussagen das Thema noch einmal in der nächsten Sitzung der Kinderkommission aufgreifen.
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