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Strohmayr und Förster (SPD) bei pro familia zu Gast
„Erfolgreiche Präventionsarbeit darf nicht kaputt gespart werden“
Überall wird gespart: Die Stadt kürzt fünf Prozent bei den freiwilligen Leistungen für Vereine und das Sozialministerium streicht die Mittel für sexuelle Aufklärungsarbeit an Grundschulen. Noch kann die gemeinnützige Organisation pro familia e.V. in Augsburg die Präventionsarbeit und Beratung in Sachen Sexualität, Partnerschaft, Schwangerschaft und Familienplanung leisten. Auf Dauer ist es fraglich, ob die Angebote aufrecht erhalten werden können, sollten weitere Kürzungen folgen. Um sich genau darüber zu informieren, besuchten die schwäbischen Landtagsabgeordneten, Dr. Simone Strohmayer und Dr. Linus Förster (beide SPD), die Beratungseinrichtung.
An den derzeitigen Kürzungen lässt der jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Linus Förster kein gutes Haar: „Natürlich muss gespart werden, jedoch passiert das in Stadt und Land ohne eine intensive Aufgabenkritik und man hat den Eindruck, dass im Zuge der Einsparmaßnahmen der politische Gestaltungswille an der Garderobe abgegeben wurde.“ Dabei wird im Gespräch deutlich, dass die Arbeit der Beratungseinrichtung erfolgreich ist und gesamtgesellschaftlich wünschenswert. Die Zahlen der Teenager-Schwangerschaften und der Aids-Infektionen sind rückläufig.
Dr. Simone Strohmayr, Mitglied der Kinderkommission des Bayerischen Landtags bedauert vor allen Dingen die Maßnahmen des Sozialministeriums: „ Es ist schade, dass die Aufklärungsarbeit an Grundschulen nicht mehr bezuschusst wird, geht es dabei doch in erster Linie um die Bekämpfung von sexuellem Missbrauch. Diese Art der Prävention können die überwiegend weiblichen Grundschullehrerinnen nicht so gut leisten wie die von pro familia geschulten Honorarkräfte.“
Neben der finanziellen Ausstattung muss sich pro familia in Augsburg auch anderen Dingen stellen. Beispielsweise der Meinung, dass Kinder in zu frühem Alter mit Dildos und Kondomen konfrontiert werden. Tatsache ist jedoch, dass die Aufklärungsarbeit altersgerecht und insbesondere geschlechtsspezifisch transportiert wird. „Oftmals sind die Eltern im Gespräch überrascht wo Sexualität anfängt“, sagt pro familia Geschäftsführer Guido Sinzel.
Zurzeit betreut pro familia 10 -15 Grundschulen mit jeweils 3 Tagen pro Klasse im Jahr, dabei müssen die Schulen einen kleinen Eigenanteil aufbringen, den sich nicht jede Schule leisten kann.
(Bild v. l. n. r.: Dr. Simone Strohmayr, Guido Sinzel, Petra Schiller, Dr. Linus Förster)
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