Dr. Simone Strohmayr, MdL - Familienatlas 2007 / Zum neuen Jugendhilfeplan
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Familienatlas 2007 / Zum neuen Jugendhilfeplan

Strohmayr: Kinderbetreuung für unter 3-Jährige muss im Landkreis Augsburg dringend weiter ausgebaut werden. Landkreis Augsburg muss Vorzeigeregion für Familien werden.

 

Familienatlas 2007 / Zum neuen Jugendhilfeplan Kein gutes Zeugnis stellte das Prognos Institut in der Studie „Familienatlas 2007“ dem Landkreis Augsburg aus. Die Region erheilt die Bewertung „Potential-Region“. Laut Familienatlas bedeutet dies, dass familienpolitische Standortpolitik in diesen Regionen derzeit häufig noch kein Thema ist oder nur zögerlich angegangen wird und wichtige Potenziale für die Zukunft verschenkt werden.

Das Ergebnis verwundert die SPD Kreisrätin und Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr nicht. „Die Studie bestätigt eigentlich nur das, was der landkreisinternen Jugendhilfeplan bereits in Ansätzen aufgezeigt“, so Strohmayr. Aus dem unlängst vorgestellten neuen Jugendhilfeplan geht hervor, dass 27,8 Prozent der Eltern von Kindern unter drei Jahren einen Betreuungsbedarf haben. Weitere 10 Prozent der Eltern waren sich beim Betreuungsbedarf nicht so sicher und haben mit „eher ja“ geantwortet. Damit wünschen sich bis zu 37 Prozent der Eltern von Kindern unter drei Jahren im Landkreis Betreuungsangebote. Nur für 5,9 Prozent der Kinder unter drei Jahren stehen hingegen Betreuungsangebote im Landkreis zur Verfügung. „Wir müssen uns also in den kommenden Jahren noch gewaltig anstrengen um den Bedarf annähernd abzudecken“, sagt Strohmayr, Familienpolitische Sprecherin der Landtags-SPD.

Besonders zu berücksichtigen ist weiterhin, dass in 21 von 46 Gemeinden überhaupt keine Betreuungsmöglichkeiten für unter drei Jährigen zur Verfügung gestellt werden. Es ist klar, so Strohmayr, dass in kleineren Gemeinden häufig weiniger Bedarf gegeben ist, da Eltern gerne auch für die Betreuung Ihrer Kinder in den ersten Jahren zu Hause bleiben. Das ist gut so, aber wir müssen trotzdem für die, die auf Betreuung angewiesen sind, z.B. weil sie arbeiten, keine Großeltern haben, etc. Betreuungsmöglichkeiten anbieten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass sich der Landkreis Augsburg in den nächsten Jahren zum Vorzeige-Landkreis für Familien entwickelt. In den letzten Jahren hat sich sicherlich das Kinderbetreuungsangebot – auch für unter drei Jährige – im Landkreis verbessert. Das reicht jedoch nicht – Familien wünschen sich, wie der Jugendhilfeplan zeigt, weitaus mehr Betreuungsangebote und deshalb müssen dringend noch mehr Plätze für unter drei Jährige und Ganztagsplätze geschaffen werden – letztlich um Familien zu unterstützen Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

„Ich würde mich freuen, wenn der Landkreis die Anregungen, die uns der Familienatlas gibt, Stück für Stück aufgreift und umsetzt. Unser Landkreis hat viel zu bieten. Wir müssen unser vorhandenes Potential nutzen und uns den Herausforderungen stellen“, meint Strohmayr.

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